
Mein persönlicher Erfahrungsbericht der dabei helfen kann mit den emotionalen Herausforderungen von MS umzugehen und das psychische Wohlbefinden zu stärken.
Reisen und Reiseberichte gehören schon immer zu den Dingen die mich faszinieren und träumen lassen.
Aber zuerst einmal eine gute Position im Job erreichen, Familie gründen, Häusle bauen… und dann, ja dann gehts richtig los!
Soweit – so gut, wenn da nicht das Leben manchmal so seine eigenen Pläne bereit hält.
Die Diagnose MS vor 16 Jahren hat vieles verändert, Perspektiven und Pläne verschoben… zum Beispiel das mit dem abenteuerlichen Reisen in ferne Länder und Kontinente.
Asien, am liebsten Thailand, Strand und Palmen, köstliches fernöstliches Essen, und außerdem nur mit Rucksack unterwegs…… jetzt… UNMÖGLICH.
Dachte ich.

Mein jüngster Sohn, inzwischen 24 Jahre alt und reiseerfahren war da anderer Meinung und bereit mitzukommen. So ging es im September letzten Jahres auf eine 3 wöchige Reise ins Abenteuer. In meinem eigenem Tempo in einer Stadt wie Bangkok mit 15 Millionen Einwohnern und einer Durchschnittstemperatur von 28 Grad Celsius unterwegs zu sein, bedarf nicht nur der Vorbereitung, sondern zugegebener Weise auch einer gehörigen Portion Entschlossenheit.
Es fängt schon mit einer Flugzeit von 11Stunden ab Frankfurt an, und geht mit einer Zeit Verschiebung von 5 Stunden weiter. Hier habe ich sinnbildlich und geografisch die sogenannte Komfortzone verlassen und neue Wege gefunden.
Die wunderschönen Tempelanlagen mit ihren riesigen Buddha Statuen, eine nächtliche rasante Fahrt mit einem Tuk-tuk durch Bangkok, mit dem Motorroller Koh Samui umrunden, und die schönsten Sonnenuntergänge der Welt auf Koh Phangan lassen keinen Zweifel zu, dass es die richtige Entscheidung war.
Unterwegs zu sein mit der Fähre, dem Bus und Zug, oder Apps wie Uber und Grab war überraschend einfach möglich. Und da es fast überall Klimaanlagen gibt, war auch die Temperatur für mich (und meinen heimlichen Begleiter Herr Uhthoff) durchaus zu meistern. Reisen bedeutet für mich, Neues zu wagen, mutig sein, Ängste zu überwinden, die Welt zu entdecken und vor allen Dingen auch Gewohnheiten zu durchbrechen. Natürlich bin ich anders unterwegs als Menschen ohne neurologische Einschränkungen (Fatigue, eingeschränkte Gehstrecke, schlechter Gleichgewichtssinn), aber dafür chronisch einzigartig, und vor allem live mit allen Sinnen.

Das Foto zeigt uns auf der höchsten Aussicht in Bangkok
Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste! ;-)
Mit den besten Grüßen und weiteren Reiseplänen
Martina Link
Unser nächster Blogbeitrag erscheint am 12.03.2026!
Bis dahin wünsche ich traumhafte Reisepläne und eine gute Zeit :-) Eure Nadine
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