Wie Fasching entstand und warum danach das Fasten kommt

Bunte Kostüme, Konfetti in den Haaren, Musik auf den Straßen und ein bisschen kontrolliertes Chaos: Fasching, Karneval oder Fastnacht gehört für viele fest zum Jahresbeginn. Doch hinter all dem Trubel steckt eine erstaunlich alte Geschichte und ein tiefer Sinn, der uns ganz natürlich zur Fastenzeit führt.

Wo alles begann: Wenn der Winter vertrieben wird

Lange bevor es Konfetti und Umzüge gab, feierten Menschen am Ende des Winters ausgelassene Feste. In vielen vorchristlichen Kulturen glaubte man, dass Lärm, Masken und wildes Treiben die dunklen Wintergeister vertreiben und den Frühling willkommen heißen. Verkleidungen dienten dazu, böse Mächte zu täuschen oder sie einfach auszulachen. Diese Bräuche waren oft laut, chaotisch und fröhlich. Man aß gut, trank reichlich und ließ für kurze Zeit die strengen Regeln des Alltags hinter sich. Es war eine Zeit, in der „die Welt auf den Kopf gestellt“ wurde: Arme spielten Könige, Narren hatten das Sagen, und gesellschaftliche Rollen wurden aufgelöst.

Mit der Ausbreitung des Christentums bekam dieses wilde Treiben eine neue Bedeutung. Vor der 40-tägigen Fastenzeit vor Ostern sollte noch einmal ausgiebig gefeiert, gegessen und genossen werden. Der Name „Karneval“ geht vermutlich auf das lateinische carne vale zurück – „Fleisch, lebe wohl“. Denn in der Fastenzeit waren Fleisch, üppige Speisen und viele Genüsse tabu. Fasching war also ganz bewusst die Zeit des Überflusses vor der Phase des Verzichts.

Was heute wie eine reine Party wirkt, war ursprünglich ein Übergangsritual: vom Genießen zum Innehalten, vom Lauten zum Stillen, vom Außen zum Innen.

Warum Feiern und Fasten zusammengehören

Auf den ersten Blick wirken Fasching und Fasten wie Gegensätze. Doch genau darin liegt ihre Verbindung. Nach Tagen voller Süßigkeiten, Fettgebäck, Alkohol, spätem Schlafengehen und viel Trubel sehnt sich der Körper – und oft auch der Kopf – nach Ruhe, Klarheit und Leichtigkeit. Die Fastenzeit war nie als Strafe gedacht, sondern als bewusste Phase der Reinigung, Neuorientierung und inneren Sammlung.

Man könnte sagen: Erst das Feiern macht spürbar, wie gut das Maßhalten tut.

Der moderne Zugang zur Fastenzeit: Basenfasten

Während früher strenge Regeln galten, suchen viele Menschen heute nach einer sanfteren, alltagstauglichen Form des Fastens. Hier kommt das Basenfasten ins Spiel.

Beim Basenfasten wird nicht komplett auf Essen verzichtet. Stattdessen stehen für einige Tage oder Wochen ausschließlich basenbildende Lebensmittel auf dem Speiseplan: viel Gemüse, Obst, Kräuter, Salate, Kartoffeln, Sprossen und reichlich Wasser oder Kräutertees. Säurebildende Lebensmittel wie Fleisch, Zucker, Weißmehl, Alkohol und Kaffee pausieren.

Das Ziel ist nicht Verzicht um des Verzichts willen, sondern:

  • den Körper zu entlasten
  • den Stoffwechsel zu unterstützen
  • neue Essgewohnheiten zu entdecken
  • und sich wieder leichter, klarer und wacher zu fühlen

Gerade nach den oft üppigen Faschingstagen ist Basenfasten ein wohltuender Übergang – eine Art Reset-Knopf für Körper und Geist.

Vom Konfetti zur Klarheit

Vielleicht ist Fasching deshalb bis heute so lebendig geblieben: Es markiert unbewusst einen Wendepunkt im Jahr. Nach der dunklen, schweren Winterzeit darf es noch einmal bunt, laut und übermütig sein. Und genau danach entsteht fast von selbst das Bedürfnis nach Ruhe, Ordnung und Leichtigkeit.

Vom Konfetti zur Klarheit. Vom Feiern zum Reinigen. Vom Außen wieder nach Innen.

So gesehen gehören Fasching, Fastenzeit und Basenfasten nicht nur historisch, sondern auch ganz praktisch zusammen – als natürlicher Rhythmus zwischen Genuss und Achtsamkeit.

Ihr habt noch Fragen? Antworten gibt es vom Spezialisten

Mit meiner Zusatzausbildung zur ärztlich geprüften Fastenleiterin stehe ich euch bei fachlichen Fragen zum Fasten gerne zur Verfügung. Bei Interesse kann ich Pläne zum Basenfasten besprechen und begleiten.
Schreibt mir einfach eine E-Mail an: scholl@dmsg-hessen.de
oder ruft mich unter Tel.: 0151-70 20 53 50 an.

 

Infoveranstaltung: Basenfasten  ✉️ Jetzt anmelden!

Datum: Mittwoch, 09.09.2026
Uhrzeit: 18:00-19:00 Uhr online via Zoom
Kosten: kostenfrei

Referentin: Nadine Scholl (Sportwissenchaftlerin & geprüfte Fastenleiterin)
Anmeldung: schriftlich an training@dmsg-hessen.de
Anmeldeschluss: schriftlich bis 07.09.2026

Unser nächster Blogbeitrag erscheint am 26.02.2026!  Bis dahin wünsche ich euch eine närrische Zeit, eure Nadine 😃Konfettibombe