Verstopfung ist kein Randthema. Viele Menschen mit Multipler Sklerose (MS) kennen das Problem. Trotzdem wird kaum darüber gesprochen. Dabei betrifft der Darm nicht nur den Körper. Er beeinflusst auch unser Wohlbefinden, unsere Stimmung und unseren Alltag. Dieser Beitrag soll informieren. Und er soll Mut machen, offen darüber zu sprechen.
Bei MS ist das Nervensystem betroffen. Das kann sich auch auf den Darm auswirken. Häufige Gründe sind:
  • Gestörte Nervenimpulse
    Der Darm bekommt Signale zu langsam oder unvollständig. Die Bewegung des Darms verlangsamt sich.
  • Zu wenig Bewegung
    Fatigue, Schmerzen oder Einschränkungen führen dazu, dass man sich weniger bewegt. Bewegung ist aber wichtig für die Darmtätigkeit.
  • Medikamente
    Einige Medikamente können Verstopfung begünstigen. Zum Beispiel Schmerzmittel oder bestimmte Spasmolytika.
  • Stress und Anspannung
    Der Darm reagiert sehr sensibel auf psychische Belastung.

Der Kreislauf aus Stress und Verstopfung

Viele Betroffene erleben einen ähnlichen Kreislauf:
  • Stress oder Druck im Alltag
  • Der Darm „macht zu“
  • Die Verstopfung belastet zusätzlich
  • Noch mehr Stress entsteht
Gedanken wie „Warum funktioniert mein Körper nicht?“ oder „Ich muss doch endlich mal wieder auf Toilette“ verstärken die Anspannung.
Der Darm braucht aber Ruhe und Regelmäßigkeit. Dauerstress wirkt genau dagegen.

Was Betroffene selbst tun können

Wann ärztliche Hilfe wichtig ist

Bitte holen Sie sich Unterstützung, wenn:
  • Verstopfung über Wochen anhält
  • starke Schmerzen auftreten
  • Blut im Stuhl zu sehen ist
  • Abführmittel regelmäßig nötig sind
  • Unsicherheit oder Angst entsteht
Auch in einer Reha kann das Thema angesprochen werden. Dort gibt es oft Erfahrung mit neurologisch bedingten Darmproblemen und psychosomatischen Zusammenhängen.

Warum wir darüber sprechen sollten

Verstopfung ist kein peinliches Detail. Sie ist ein reales Symptom, das ernst genommen werden muss.
Offen darüber zu sprechen bedeutet:
  • Gesundheitsaufklärung
  • Entlastung für Betroffene
  • Stärkung von Selbsthilfe und Austausch
Die DMSG möchte genau das unterstützen, wissen teilen, Tabus abbauen und zeigen: Du bist mit diesem Thema nicht allein.

Hinweis: Dieser Text ersetzt keine medizinische Beratung. Er soll informieren, ermutigen und zum Gespräch anregen.

Unser nächster Blogbeitrag erscheint am 12.02.2026!
Bis dahin wünsche ich allen eine gute Zeit :-) Eure Maja

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